Sie sind hier:  >>> philosophie 

mein weg –– meine arbeit – meine methode

wer kann in worte fassen, was eigentlich nicht fassbar ist, weil in einer art und weise skizziert, die jede umformung in worte fast unmöglich macht.

schreiben ist nicht mein medium, mein medium der kommunikation ist die gestaltung von material.
sprache als ausdrucksmittel ist mir nicht so vertraut, macht mich unsicher, ist mir zu vorbelastet und begrifflich festgelegt. die gestalterischen auseinandersetzung mit formen, farben und materialien ist meine methode, wesentliche inhalte darzustellen und symbolisch umzusetzen.

symbol – das ist ein ausdruck oder ein bild, das uns im tagtäglichen leben vertraut sein kann, das aber zusätzlich zu seinem konventionellen sinn noch besondere nebendeutungen hat. ein wort oder ein bild ist symbolisch, wenn es mehr enthält, als man auf den ersten blick erkennen kann. so gelangt der menschliche geist bei der erforschung von symbolen zu vorstellungen, die sich dem zugriff des menschlichen verstandes entziehen. so beschreibt c.g. jung das wort symbol.

symbol im ursprünglichen sinn des griechischen wortes bedeutete erkennungszeichen. wenn freunde für längere zeit oder für immer voneinander schieden, so zerbrachen sie ein tontäfelchen oder einen ring. kam man nach jahren zurück, so konnten die zusammengefügten teile bestätigen, daß der träger des einen bruchstückes wirklich anspruch auf die gastfreundschaft besaß.
das symbol ist also ein zusammengefügtes, in dem ein sonst nicht wahrnehmbarer sinninhalt manifestiert ist. So wird das symbol zu einem sichtbaren zeichen einer unsichtbaren wirklichkeit. (wörterbuch der symbolik, körner verlag).

das „nicht sichtbare“, spürbar und erfahrbar werden lassen, die verdeckten emotionen, erinnerungen und empfindungen neu beleben und dem unsagbaren einen raum geben, ist ein wesentlicher aspekt meines tuns.
die gestaltungsmöglichkeiten entwickeln sich, vorlieben entstehen und die inneren bilder drängen nach oben. sie stülpen das innere nach außen und entwickeln eine eigene symbolik. einerseits eingebettet in den kulturellen kontext verschiedener lebensstile entstehen symbole, chiffren und zeichen, die von ihrem kontext befreit andererseits für eigene inhalte offen sind.

schmuck ist ausdruck unseres selbstverständnisses

sich schmücken gehört zu den elementaren bedürfnissen des menschen und wird als ursprung unserer individualität empfunden. mit der entdeckung der eigenen individualität entstand das bedürfnis mich vom anderen zu differenzieren, meine andersartigkeit meinen gegenüber aufzuzeigen.
sich schmücken setzt ein gegenüber voraus; setzt voraus, daß ich mir meiner eigenen individualität bewußt bin, meiner andersartigkeit gegenüber dem anderen. so verbirgt sich in dem wort individualität auch gleichzeitig das „du“ im gegenüber.. individualität auf der einen seite – dualität von beziehungen auf der anderen. das bedürfnis sich zu schmücken, den körper individuell zu gestalten ist in allen kulturen vorhanden und ist in den verschiedensten ausformungen lebendig. tätowierung und piercing hat inzwischen auch in den westlichen gesellschaften keinen seltenheitswert mehr. und voller bewunderung schauen wir auf den farbenprächtigen schmuck anderer ethnien, dessen symbolik wir nicht kennen, die in vielen afrikanischen und anderen kulturen aber immer noch lebendig ist.
so ist dem träger meines schmuckes jede freiheit gewährt, seine eigene wirklichkeit im umgang und im tragen des schmuckes selbst aufzuspüren.

das symbol als ein zusammengefügtes, als ein zeichen, eine metapher für verborgenes. so können ringe zu schutzschildern werden, ohrringe zu kronen oder sonnenrädern, ansteckschmuck zu brücken und spruchbändern.
der fantasie sind keine grenzen gesetzt – schmuck zu einem ganz persönliche symbol werden zu lassen.

vw .

 






(C) 2010 - Alle Rechte vorbehalten  |